Passions-Kreuz

In der Nähe des Weges zum Friedhof und Mühlenfeld steht, in der Erftstraße, ein Holzkreuz besonderer Art. Es ist schmal überdacht. Der Kopf des Kreuzes trägt das Zeichen INRI Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum („Jesus von Nazareth, der König der Juden“). Dies war die Aufschrift des Pilatus auf dem Kreuz Christi, die auch Kreuztitel genannt wird. 

 

Am Fuße sieht der Betrachter einen Totenkopf mit gekreuzten Knochen. Auf den senkrechten und waagerechten Kreuzesbalken sind die Leidenswerkzeuge und Leidenssymbole der Passion (Woche vor Ostern), die sich plastisch vom Hintergrund abheben -Relief- dargestellt. 

Die Leidenswerkzeuge sind die Lanze, die Kreuznägel, die Geißel (Rute). 

Die Leidenssymbole sind die Würfel, Geld (Verräter Lohn von Judas), Essigkrug und der essiggetränkte Schwamm,

Der Kelch (letztes Abendmahl) die Leiter (Abnahme vom Kreuz) und das Herz.

Die durchschlagenen Hände und Füße deuten auf den Gekreuzigten.

 

Das Kreuz wurde von der Familie Bayer, die auf dem Grundstück hinter dem Kreuz ihren landwirtschaftlichen Betrieb hatte, errichtet. Durch eine zweckgebundene Stiftung der Familie Bayer konnte auch das Pfarrheim an der Kerpener Straße gebaut werden und wurde im September 1973 eingeweiht.