Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem


 

Das Programm 2020 - Erstes Halbjahr:

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Der nächste Film am Sonntag, den 2. Februar:

"The Artist"

- der 100. Film (mit Live-Musik) -

Karol Bialas am Klavier zur Begleitung des neu produzierten Stummfilms THE ARTIST

Michel Hazanavicius * F * 2011 * 100 Min. * ab 14 Jahre (FSK 6)

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The Artist (engl. für „Der Künstler“) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius aus dem Jahr 2011. Die Tragikomödie spielt zwischen 1927 und 1932 in Hollywood und erzählt die gegenläufige Erfolgsgeschichte zweier Leinwandstars (dargestellt von den französischen Schauspielern Jean Dujardin und Bérénice Bejo) in der Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm. Hazanavicius konzipierte den Film im 4:3-Academy-Format in Schwarzweiß mit Zwischentiteln und so gut wie keinem gesprochenen Text.

The Artist wurde am 15. Mai 2011 bei den 64. Internationalen Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt. Von der internationalen Fachkritik überwiegend als brillante Hommage an das alte Hollywood bzw. als Liebeserklärung ans Filmemachen verstanden, gewann The Artist mehr als 30 internationale Filmpreise, darunter 2012 fünf Oscars (u. a. als „Bester Film“), drei Golden Globes, sieben BAFTA Awards und sechs Césars.

In Frankreich erreichte der Film bei seinem Kinostart am 12. Oktober 2011 mit 78.000 Zuschauern allein am ersten Tag auf Anhieb Platz eins in den Kinocharts und konnte mehr als eine Million Kinobesucher erreichen.

Handlung
Im Jahr 1927 liegt ganz „Hollywoodland“ dem Schauspieler George Valentin zu Füßen: Seine Filme sind Publikumsmagneten, Fans und Presse himmeln ihn an 

und sein Produzent freut sich über volle Kassen. Sein Erfolg ist unerschütterlich, glaubt der Stummfilmstar.

 

Doch dann eröffnet ihm sein Studioboss, dass er ab sofort nur noch „Talkies“ produzieren werde. Wer will schon sprechende Schauspieler sehen? Valentin glaubt nicht an diese technische Neuerung und steigt – aus Eitelkeit, aber auch aus künstlerischen Gründen – aus.

Während seine Karriere stetig bergab geht und er sich mit einem Filmprojekt ruiniert, avanciert die junge Peppy Miller zum Liebling und neuem Stern der Tonfilmära. Doch Peppy, die sich einst als Statistin am Filmset in George Valentin verliebte, hat den Glauben an den ehemaligen Leinwandhelden nicht verloren und will ihm wieder auf die Beine helfen.

Hintergrund
Regisseur Michel Hazanavicius hatte bereits Anfang der 2000er Jahre geplant, ein solches Filmprojekt zu realisieren; er sei jedoch mit seinem Vorschlag nicht ernst genommen worden. Erst nach den Erfolgen seiner beiden Agenten-Parodien OSS 117 – Der Spion, der sich liebte (2006) und OSS 117 – Er selbst ist sich genug (2009) mit Jean Dujardin in der Hauptrolle zeigte sich Produzent Thomas Langmann bereit, das Filmprojekt zu unterstützen. Hazanavicius hatte ursprünglich damit geliebäugelt, einen Agentenfilm im Stil von Fritz Langs Spione (1928) zu drehen, wollte sich dann aber doch von den OSS-Filmen lösen und ernsthafte Themen anschneiden. Gleichzeitig wollte er erneut mit seiner Lebensgefährtin Bérénice Bejo und Dujardin zusammenarbeiten, die in dem ersten OSS-Film eine tragende Rolle bekleidet hatten. Daraufhin entwarf er die Geschichte des Zusammentreffens zwischen einem Stummfilmstar und einem jungen Starlet und legte diese als Melodram an.

Auszeichnungen

The Artist lief 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb und gewann den Darstellerpreis für Jean Dujardin. Bis Januar 2012 wurde Hazanavicius’ Film mit mehr als 70 internationalen Festival- und Kritikerpreisen ausgezeichnet und für über 70 weitere Auszeichnungen nominiert. Zu den gewonnenen Preisen zählen u. a. die amerikanischen New York Film Critics Circle Awards und Broadcast Film Critics Association Awards, die Oscars, Golden Globes, British Academy Film Awards und französischen Césars in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“.


 

Kritik
Die französische Tageszeitung Le Monde lobte den ersten Teil des Films, der mit einer „aufregenden Virtuosität“ gemacht sei, sowie den „besonderen Charme“ von Bérénice Bejo und die „clevere“ Filmmusik von Ludovic Bource. Der Niedergang George Valentins sei weniger überzeugend inszeniert, da mit dem langsameren Tempo keine erhöhte Intensität der Emotionen einher ginge. Jean Dujardins Spiel werde zwischen den Szenen nuancierter und realistischer.

Die Welt: „Wie geschmeidig Bildeinfälle, Schauspielstil und die überragende Musik von Ludovic Bource ineinandergreifen, wie dabei der Bogen von der luftigsten, illustrativen Verspieltheit hin zur expressiv verdüsterten Welt Fritz Langs oder Friedrich Wilhelm Murnaus gespannt ist, wie stimmig und unangestrengt alle Film-und Musikzitate diesen Stummfilm aus dem Jahr 2011 umarmen anstatt erdrücken: Es ist ein regressives, niemals aber dümmliches Kinoglück.“

Die Zeit nannte Hazanavicius’ Film „ein Kunstwerk, dessen Größe darin besteht, den Stummfilm nicht als Beschränkung, sondern als vollkommen entstaubte Bühne einer uralten und ewig neuen Geschichte zu begreifen.“ In der Zeit hieß es weiter: „Der, der sich auf seinem Ruhm zu lange ausgeruht hat, muss seinen Platz räumen und fällt aus der Gesellschaft; die, die sich in die neue Welt am schnellsten einfindet, wird ihn ersetzen. Es sind die Grundkoordinaten unseres kapitalistischen Gesellschaftssystems, die Michel Hazanavicius verspielt verfremdet.“

Viele Kritiker befanden, dass das Werk in einer Zeit, in der Filme von Computertechnik, 3D und Motion Capture geprägt sind, aufzeige, dass der Reiz des Kinos und seine Fähigkeit zur Verzauberung nicht in solcher Technik liege.


 


 

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