Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem


 

Das Programm 2019 - Zweites Halbjahr:


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>     Achtung zum nächsten Film:     

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Der nächste Film am Samstag, den 12. Oktober:

"Vaya con Dios"

Zoltan Spirandelli * D * 2002 * 103 Min. * FSK 6

"Vaya con Dios – Und führe uns in Versuchung" ist ein Spielfilm des deutschen Regisseurs Zoltan Spirandelli aus dem Jahr 2002. Die Komödie mit deutlichen Anlehnungen an ein Roadmovie wurde von den Produktionsfirmen d.i.e. Film. GmbH (München) und a.pictures film & tv produktion gmbh (Hamburg) produziert und im Jahre 2000 im brandenburgischen Kloster Chorin sowie in Sachsen (im Kirnitzschtal), Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, der Toskana und in der Schweiz gedreht.

 

Handlung
Bis kurz nach der Wende in der DDR konnte sich in Brandenburg ein Kloster des (fiktiven) Cantorianer-Ordens halten. Die Cantorianer sprechen Latein, pflegen ein Ordensleben, in dem Hierarchie eine geringe Rolle spielt, und glauben, dass sich der Heilige Geist in der Musik, besonders im Gesang offenbare. Wegen dieser häretischen Lehre wurden die Cantorianer von der katholischen Kirche seit 1693 verfolgt und konnten, außer in Brandenburg, nur noch im Mutterkloster Montecerboli in Italien überleben.

Jetzt steht die Gemeinschaft jedoch vor dem Ruin: Baufällig und heruntergekommen, können die Mönche die verpfändete Klosteranlage nicht mehr halten und müssen die Klostergebäude herausgeben. Abt Stephan, der sein Kloster stets vor der Welt abgeschirmt gehalten hatte, sieht seine Lebensaufgabe zerrinnen. Auf dem Sterbebett gibt er den drei letzten verbliebenen Brüdern den Auftrag, sich wieder dem italienischen Mutterkloster anzuschließen und vor allem die Ordensregeln („Regula Cantorianorum“) dorthin zurückzubringen, um deren Besitz es zu einem Streit mit dem Mutterkloster gekommen war. So machen sich der bibliotheksvernarrte Benno, der von einem ostdeutschen Bauernhof stammende Tassilo und der im Kloster aufgewachsene Arbo auf den Weg zu ihren Glaubensbrüdern nach Italien.

Die junge Journalistin Chiara nimmt sie dabei in ihrem klassischen Mercedes-Benz-Cabrio mit. Dabei sehen sie sich mit einem Leben konfrontiert, dem sie sich bislang entzogen hatten. Auf jeden von ihnen warten ganz eigene Versuchungen:

 Arbo lernt zum ersten Mal in seinem Leben eine Frau kennen, die junge Journalistin Chiara. Diese wiederum ist fasziniert von Arbo. Beide verlieben sich ineinander. Arbo fürchtet aber, durch seine Liebe zu Chiara sein Ordensgelübde zu verraten.

 Tassilo lässt sich gleich wieder auf dem Bauernhof einspannen, den seine alte Mutter inzwischen alleine bewirtschaftet. In der Feldarbeit, verteidigt er seinen Schritt, könne er Gott genau so nahe sein wie der intellektuelle Benno in seinen Studien.
 Benno lebt nur für die wissenschaftliche Forschung in alten Schriften, die ihm einen Zugang zur Musik und dadurch zu Gott eröffnet hatten. Als er und Arbo ihren Zug nach Italien
verpassen, finden die beiden Cantorianer Obdach bei dem Jesuitenpater Claudius Leis, der Benno mit verborgenen Schätzen der Musikbibliothek in den Jesuitenorden zurücklockt.
 Chiara lebt anfangs als Journalistin ein eher flippiges Leben. Mit den Brüdern, speziell Arbo, lernt sie jedoch eine andere Seite des Lebens kennen.

Im Jesuitenkonvent in Karlsruhe werden die Brüder in die Entscheidung gestellt. Eigentliches Ziel des „gastfreundlichen“ Claudius ist nämlich die „Regula“, die er als ketzerisch unter Verschluss nehmen möchte. Arbo verabscheut den ihm befremdlichen Marienkult der Jesuiten, während Benno sich von den wissenschaftlichen Möglichkeiten hinreißen lässt, die sich ihm hier eröffnen. Mit Chiaras Unterstützung gelingt es Arbo und Tassilo, der dafür den mütterlichen Hof aufgibt, Benno in einer Schlüsselszene die Geistleere des jesuitischen Gottesdienstes vor Augen zu führen. Bei dem Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ figurieren Arbo und Tassilo kunstvoll über dem dürftigen Gemeindegesang. Benno wird klar, worauf er bei den Jesuiten verzichtet, steht auf und stimmt in Arbos und Tassilos Gesang ein. […]


 

Kritik

„Ein überzeugender, auf humorvolle Art kritischer, dabei jedoch nicht bösartiger Road Movie, der übrigens durch etliche klösterliche Gesänge zusätzlich glänzt. Einziger Wermutstropfen: die etwas zu plump, klischeehaft geratene Darstellung des Jesuitenordens in Gestalt des Paters Claudius.“
- Ulrich Behrens, 19. November 2013

 

„‚Vaya con dios‘ ist ein eigenartiger Mix aus Frömmigkeits-Parabel und Komödienkalkül, aus Naivitäts-Behauptung und forcierter Bemühung um Mainstream-Appeal. Allen erzählerischen Dissonanzen zum Trotz gewinnt Spirandellis mit vier bayerischen Filmpreisen prämiertes Spielfilmdebüt doch durch seinen darstellerischen Elan anrührenden Witz und sympathische Konturen.“
- Rainer Gansera, Deutsches Filminstitut, 25. März 2002

 

„Märchenhafte Komödie, in der Gut und Böse von vornherein feste Konturen besitzen. Der einfallsreiche, gut gespielte Film weist zwar einige dramaturgische Schwachstellen auf, transportiert aber bei aller Unterhaltsamkeit auch zivilisationskritische Töne und erkennt weder die
Spaßgesellschaft noch die Geschäftemacherei als Nonplusultra des menschlichen Seins und Handelns an.“
- Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen

 Deutscher Filmpreis 2002 Filmpreis in Gold in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Daniel Brühl (für Nichts bereuen, Vaya con Dios und Das weiße Rauschen)

 

 

 New Faces Award 2002 in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller für Daniel Brühl (für Nichts bereuen, Vaya con Dios und Das weiße Rauschen)
 Preis der deutschen Filmkritik 2002 in der Kategorie Darsteller für Daniel Brühl (für Vaya con Dios und Das weiße Rauschen)
 Bayerischer Filmpreis 2001 in der Kategorie Nachwuchsregisseur für Zoltan Spirandelli
 Bayerischer Filmpreis 2001 in der Kategorie Nachwuchsdarstellerin für Chiara Schoras
 Bayerischer Filmpreis 2001 in der Kategorie Nachwuchsdarsteller für Daniel Brühl


 


 

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