Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem


 

Das Programm 2019 - Erstes Halbjahr:


 

Der nächste Film am 3. Februar:

"The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben"

Morten Tyldum * USA, GB * 2014 * 110 Min. * FSK 12

The Imitation Game ist eine dramatisch zugespitzte Filmbiografie über den britischen Logiker, Mathematiker, Kryptoanalytiker und Informatiker Alan Turing. Die Hauptrollen spielen Benedict Cumberbatch und Keira Knightley, Morten Tyldum führte Regie, das Drehbuch schrieb Graham Moore auf der Grundlage der Biographie Alan Turing – Enigma von Andrew Hodges.

 

Handlung
England, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs: Der geniale Mathematiker Alan Turing (BENEDICT CUMBERBATCH) wird vom britischen Geheimdienst engagiert, um - gemeinsam mit einer Gruppe von Code-Spezialisten - den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der deutschen Wehrmacht zu knacken. Mit unkonventionellen Methoden und seiner arrogant wirkenden Art macht sich Turing jedoch keine Freunde unter seinen Kollegen und bringt zusätzlich seine Vorgesetzten schnell gegen sich auf: Sie stellen ihm ein Ultimatum. Nur die junge Mathematikerin Joan Clarke (KEIRA KNIGHTLEY) hält zu ihm - sie sieht in ihm eine verwandte Seele, einen Außenseiter, der sich gegen alle Widerstände durchsetzen muss. Während Turing fieberhaft an einer elektrischen Rechenmaschine arbeitet, die Enigma entschlüsseln soll, kommen sich die beiden näher. Doch das Genie Turing hat ein wohl gehütetes Geheimnis. Sollte es an die Öffentlichkeit kommen, wäre sowohl das Enigma-Projekt, als auch Turing persönlich in großer Gefahr...

 

1939 Bletchley Park. Buckinghamshire, England: Der junge Alan Turing, der gerade sein Mathematik Studium in Cambridge absolviert hat, kommt in dem schwer befestigten viktorianischen Herrenhaus an, um sich mit Alastair Denniston (CHARLES DANCE), dem Chef der streng geheimen Government Code and Cypher School zu treffen. Das Bewerbungsgespräch verläuft nicht gut. Denniston hält Alan für arrogant und überheblich. Er will ihm schon die Tür weisen, da erwähnt Alan Enigma, die legendäre Codemaschine des deutschen Militärs. Denniston weist darauf hin, dass Enigma nicht zu knacken ist. Alan antwortet selbstbewusst, dass man ihm einfach die Chance geben sollte, es zu versuchen. Trotz seiner Vorbehalte gegen Turing gibt er ihm diese Chance und macht ihn so zu einem Teil des Enigma-Teams.

Alan Turing trifft die neu rekrutierten Mitglieder des Enigma-Teams in Bletchley Park. Zu ihnen gehören der weltgewandte Hugh Alexander (MATTHEW GOODE), Schachmeister und Anführer der Gruppe, John Cairncross (ALLEN LEECH), ein Schotte und nicht allzu begabter Mathematiker, Peter Hilton (MATTHEW BEARD), ein altkluger Oxford-Student vor dem Vordiplom sowie Furman und Richards, zwei Linguisten. Denniston zeigt den Männern eine sichergestellte Enigma-Maschine. Alan, eher ein verschlossener Einzelgänger, tut sich schwer mit der Zusammenarbeit und wird dafür von Stewart Menzies (MARK STRONG), dem Chef des unlängst erst gegründeten Geheimdienstes MI6, zurechtgewiesen.

 

Alan reagiert darauf mit einem Brief an Winston Churchill, in dem er seine Unzufriedenheit mit den Gegebenheiten in Bletchley Ausdruck gibt. Daraufhin wird ihm auf Anweisung des Premierministers die Leitung des Enigma-Teams übertragen. Furman und Richards werden von ihm umgehend entlassen. Auch schlägt Alan unkonventionelle Wege ein und rekrutiert mittels eines hochraffinierten Kreuzworträtselwettbewerbs neue Mitstreiter, den ausgerechnet eine junge Frau, die Mathematikstudentin Joan Clarke, gewinnt. […]


 

BENEDICT CUMBERBATCH über ALAN TURING:
Er hatte eine ungewöhnliche, getriebene und asymmetrische Persönlichkeit – er war hochfunktional, er hatte ein hohes Maß an Mitgefühl, er war besorgt um andere und er fühlte sich sehr wohl in der Gegenwart von Kindern. Er hatte die uneingeschränkte Fähigkeit, ohne Filter mit anderen Menschen zu kommunizieren, und fühlte sich nicht gebunden an die üblichen Plattitüden, die eigentlich übliche Form der Interaktion, die man von einem Mann erwarten würde, der so fokussiert und schüchtern war. Man betrachtete ihn als Sonderling, eine „odd duck“, wie seine Mutter es ausdrückte. Er war unglaublich fähig, mit einem blitzschnellen Verstand gesegnet und sehr gesund. Er war ein sehr körperlicher Mann – er lief Marathons fast auf olympischem Niveau und machte mit bei Geländerennen. Manchmal lief er von seinem Zuhause in Wilmslow zu seiner Arbeit in der Manchester University, das sind 20 Kilometer hin und zurück. Ich habe mit Leuten gesprochen, die ihn während seiner Zeit in Manchester gekannt hatten. Und sie alle betonen, wie außergewöhnlich freundlich er war, gut erzogen und zurückhaltend. Meistens vermied er direkten Augenkontakt, aber wenn er einen dann doch ansah, fühlte man sich berührt von einer sehr menschlichen, interessierten, witzigen und absolut liebenswerten Persönlichkeit. Er war ungemein fokussiert, oft erschien es, als sei er in seiner eigenen Welt versunken, in seiner Gedankenwelt. Oft stellte er exzentrische Dinge an, aber er ging ganz offen damit um. Er war ein bemerkenswerter Mensch, eine einfühlsame Seele, ein gütiger, etwas linkischer, aber hartnäckig entschlossener, zielstrebiger Mann, der über ein außergewöhnliches Talent und überragende Fähigkeiten verfügte. Die Tragödie seines Lebens besteht nicht nur darin, dass er so früh aus dem Leben schied, sondern dass er in einer Zeit der Intoleranz für seine sexuellen Präferenzen verfolgt wurde.

KEIRA KNIGHTLEY über JOAN CLARKE:
Ich hatte das Gefühl, eine sehr wichtige Geschichte zu erzählen. Es ist ziemlich außergewöhnlich, sechs Jahre seines Lebens mit einer derartigen Sache zu verbringen und danach nie wieder davon zu sprechen. Es war ihnen nicht erlaubt, darüber zu reden – auch nicht untereinander. Alan und Joan waren gut befreundet. Es gab einen Moment, an dem er glaubte, mit einer Frau verheiratet und „normal“ sein zu müssen, was auch immer das bedeuten mag. Sie war eine gute Freundin, vielleicht hätte es auch funktioniert. Dies sind ein paar der Menschen, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass wir den Zweiten Weltkrieg gewinnen konnten. Wenn ich selber zu rechnen versuche, muss ich immer noch meine Finger zu Hilfe nehmen. Ich habe mehrfach versucht, mir das nötige Wissen über höhere Mathematik anzulesen, aber ich bin schmählich gescheitert. Jedes Mal. Ich bin eine Schauspielerin. Ich bin keine Mathematikerin!

Kritik

Kai Mihm von epd Film vergab 4 von 5 Sternen. Der Film sei „gut geschrieben, spannend inszeniert und gewinne „durch die Verschachtelung dreier Zeitebenen [...] erzählerische Finesse“. Zudem bereite „Benedict Cumberbatch [...] in der Hauptrolle großes Vergnügen“. Dabei sei The Imitation Game „mehr als ein Biopic“, da Graham Moore und Morten Tyldum „aus Turings Schicksal einen Themenkomplex“ entwickeln, „der über die reine Nacherzählung eines Lebens“ hinausweise. Beinahe beiläufig werde gemäß dem Titel „das Porträt einer Welt“ gezeichnet, „in der fast alles auf Schein und Spiel, Trug und Mimikry“ basiere.


 


 

Lizenznahme über die Medienzentrale des Erzbistums Köln

Erzbistum Köln

Marzellenstraße 32

50668 Köln

+49-221-1642-0

info@erzbistum-koeln.de

In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk, Bergheim

Katholisches Bildungswerk im Rhein-Erft-Kreis

Kirchstr. 1b

50126 Bergheim

+49-2271-4790-0

info@bildungswerk-rhein-erft-kreis.de

Das Team:

Magdalena Burgwinkel

Georg Firmenich

Florian Müller (Referent)

Katharina Müller

Steffi Müller

Ulrike Niessen (Bildungswerk)

Christa Schiffer

Ursula Spantig-Firmenich

 

 

Seien Sie herzlichst gegrüßt und eingeladen,

G. Firmenich