Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem


 

Das Programm 2019 - Erstes Halbjahr:


 

Der nächste Film am 24. März:

"Die Brücken am Fluss"

Clint Eastwood * USA * 1995 * 129 Min. * FSK 12

Die Brücken am Fluß (Originaltitel: The Bridges of Madison County) ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1995. Regisseur, Produzent und männlicher Hauptdarsteller ist Clint Eastwood, die weibliche Hauptrolle spielt Meryl Streep. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert James Waller aus dem Jahr 1992.

 

Handlung
Nach dem Tod von Francesca Johnson ordnen ihre Kinder Carolyn und Michael deren Nachlass. Ihre Mutter hat in ihrem Testament verfügt, sich einäschern und ihre Asche von der Roseman Bridge verstreuen zu lassen. Die Kinder wundern sich darüber und stoßen bei ihren Nachforschungen auf ihnen bisher unbekannte Fotos von ihrer Mutter aus dem Jahr 1965. Aus einem ihrer Briefe erfahren sie, dass ihre Mutter damals eine Affäre mit einem Fotografen hatte, der 1982 verstarb und ebenfalls verfügte, dass man seine Asche von der Roseman Bridge verstreuen solle. Michael ist zunächst empört, möchte aber genau wie Carolyn mehr darüber wissen. In den drei Tagebüchern ihrer Mutter lesen sie, was sich damals zugetragen hatte.

 

Die ursprünglich aus Italien stammende Francesca Johnson ist 1965 eine Farmersfrau Mitte 40, die mit ihrem Mann, der 16-jährigen Tochter und dem 17-jährigen Sohn auf einem kleinen Gut in Winterset, Iowa, lebt. Als ihr Mann mit den beiden Kindern für vier Tage zu einer Landwirtschaftsausstellung nach Illinois fährt, bleibt Francesca allein zurück. Sie widmet sich ihrer Alltagsarbeit, als ein Autofahrer vorbeikommt, um sie nach dem Weg zu fragen. Der Unbekannte ist Robert Kincaid, ein Fotograf aus Bellingham, der für National Geographic die überdachten Brücken von Madison County fotografieren soll.

 

Nach einem vergeblichen Versuch, den Weg mit Worten zu erklären, begleitet Francesca den Fremden kurzerhand zu der gesuchten Roseman Bridge. Auf der Fahrt dorthin kommen sie ins Gespräch. Francesca ist skeptisch und fasziniert zugleich von Roberts lockerer und weltoffener Art. Wieder daheim, bittet sie ihn, auf einen Eistee mit ins Haus zu kommen. Schließlich bleibt er sogar zum Abendessen. Francesca fühlt sich mehr und mehr zu Robert hingezogen. Sie entdeckt durch ihn ihre eigenen, verloren geglaubten Sehnsüchte, für die in ihrem Familienleben kein Platz mehr zu sein schien. Trotz gegenteiliger Beteuerungen ist sie mit ihrem Leben unzufrieden. Als sie nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem damals in Italien stationierten Mann nach Amerika kam, hatte sie sich das hiesige Leben anders vorgestellt, zumal sie außerdem für ihren Mann ihre Stellung als Lehrerin aufgegeben musste, da dieser nicht wollte, dass sie arbeiten ging.

 

Nach und nach erfährt sie mehr über Roberts unbehaustes Leben. Er ist ungebunden, viel in der Welt unterwegs und war auch schon für ein paar Tage in ihrer italienischen Heimatstadt Bari. Francesca ist begeistert, empfindet aber angesichts ihres eigenen einfachen Hausfrauendaseins gleichzeitig Minderwertigkeits-komplexe. Nachdem es wegen ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe zu einer kleinen Missstimmung kommt, reist Kincaid wieder ab. Francesca bereut es, ihn vertrieben zu haben, und fährt, um ihm eine Nachricht zukommen zu lassen, zur Roseman Bridge, die Kincaid am folgenden Morgen fotografieren will.

 


 

Am nächsten Tag findet Robert die Nachricht und verabredet sich mit ihr für den frühen Abend an der Brücke. Während sich Francesca im nahe gelegenen Des Moines ein neues Kleid kauft, wird Kincaid zufällig Zeuge, wie Lucy Redfield, eine Frau, die einmal eine Affäre mit einem anderen Mann hatte, jetzt von allen im Ort schief angesehen und angefeindet wird. Robert hat Angst, dass er Francesca in ähnliche Schwierigkeiten bringen könnte, und bietet ihr an, das Treffen abzusagen, doch Francesca lässt sich nicht davon abbringen. [...]

Kritik

  • „Lange hat es in Eastwoods Welt überhaupt nur Platz für Männer gegeben. [..] Seine Genres, der Western und der Polizeifilm, waren klassische Herrengenres, weiß, heterosexuell, gewalttätig, Reservate eines patriarchalischen Wunschdenkens. [..] Darum ist sein neuer Film, eine auf den ersten Blick ebenso unauffällige wie unaufwendige Romanze, in Wahrheit die größte Herausforderung, der er sich je in seiner Karriere gestellt hat. "Die Brücken am Fluß" ist Eastwoods endgültiger Bruch mit dem Traum vom unverwundbaren Tough Guy. [..] Es ist Francescas Geschichte. Und Eastwood hat die Größe, sie spielen zu lassen. "Die Brücken am Fluß" ist ein altmodisches Kammerspiel, ein Film, der nicht mehr will, als eine einfache Geschichte von zwei Menschen zu erzählen. Denn die Welt der Menschen, das hat Clint Eastwood irgendwann begriffen, ist viel aufregender als die Welt der Mythen. Wahre Helden sterben alt.“
    – Susanne Weingarten: Der Spiegel (39/1995)
  • „Die vordergründig-sentimentale Story ist mit dezenter, oft kühler Intimität inszeniert worden, ohne allerdings der psychologischen Eindimensionalität der erfolgreichen Romanvorlage entgehen zu können. Ein zwiespältiger Film, der ethische Fragestellungen nur indirekt anklingen läßt.“
    – Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen

  • Bei der Oscarverleihung 1996 war Meryl Streep als Beste Hauptdarstellerin nominiert.
  • Zur Verleihung des Golden Globe 1996 waren Meryl Streep als Beste Hauptdarstellerin – Drama nominiert, sowie der Film in der Kategorie Bester Film – Drama.
  • Clint Eastwood gewann einen ASCAP-Award 1996 in der Kategorie Top Box Office Films.
  • Die American Society of Cinematographers nominierte Kameramann Jack N. Green für einen ASC-Award 1996 für außerordentliche Leistungen in der Kameraarbeit eines im Kino veröffentlichten Spielfilms.
  • Bei der Verleihung der BMI Film & TV Awards 1996 gewann Lennie Niehaus einen Preis für die Filmmusik.
  • Für einen César 1996 war der Film als Bester ausländischer Film nominiert.
  • Bei der Verleihung der Screen Actors Guild Awards 1996 war Meryl Streep als Beste Hauptdarstellerin nominiert.


 


 

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